Will Mozilla save the world? – Silicon Valley Inspiration Tour – Tag 3

Tag 3 führte uns zu Huami, dem größten Hersteller von Wearables. Zu Huami gehören u.a. die Brands Fitbit und Amazfit. Wir treffen dort Frederik, einen Deutschen der seit vielen Jahren im Silicon Valley lebt und sich aktuell für Huami USA um das dortige Marketing kümmert. Frederik weiß viel über das Berufsleben hinter den bunten Fassaden zu berichten. Wir sprachen über Headhunting, Bonussysteme, Aktienoptionen und ganz viel über Venture Capital. Spannend zu hören, auf was Venture Capitalists laut Frederik wert liegen.

Nach Huami zogen wir weiter zu Mozilla. Einen Termin mit dem ich vorab keine wirklich großen Erwartungen geknüpft hatte. Doch wie so oft stellen sich gerade diese Termine als besonders interessant heraus. Wir treffen dort Asa Dotzler. Asa ist seit 1998 bei Mozilla. Eine Ewigkeit im Silicon Valley. Die durchschnittliche Verweildauer bei einem Arbeitgeber liegt, wie wir erfahren bei 3 Jahren, bei Mozilla im Schnitt bei erstaunlichen 10. Asa erzählt uns seine Sicht des Endes von Netscape und der Weiterführung des Projekts als gemeinnützige Organisation. Mit nur vier Leuten, darunter zwei Programmierer entstand die erste Version von Firefox. Was ich bis dato noch nie gehört hatte, war die Tatsache, dass auch Chrome und Safari letztlich aus der gleichen Feder stammen. Mozilla erzielt den größten Teil der Einnahmen durch die Klicks auf Werbung im Browser. Im Gegensatz zur Konkurrenz verdient man darüber hinaus aber nicht an den Daten der Nutzer. Sowohl die gesammelten Daten als auch der Quellcode ist offen einzusehen. Er berichtet uns eindrucksvoll von seinen Erfahrungen beim Aufbau einer Community von freiwilligen Helfern. Der unheimlichen Kraft die eine Bewegung auslösen kann. Wow!

Asa geht davon aus, dass in ein paar Jahren die Browser eine bessere Performance als native Apps bieten werden. Er glaubt deshalb, dass mittelfristig Apps außerhalb des Browsers verschwinden werden und die Anwendungen zurück in den Browser wandern werden. Apps sind nach seinem Empfinden gut für den Entwickler, Anwendungen im Browser gut für den Anwender. Bei Apps fehlt jegliche Kontrolle über die Daten. Nur der Browser kann nach seiner Einschätzung die Rolle der Kontrollinstanz welche Daten gesammelt und ausgetauscht werden übernehmen. Wir sollten hoffen, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht. Egal ob der Browser, oder ein ganz anderes Werkzeug diese Aufgabe übernehmen wird.

Den Mittag und Nachmittag verbrachten wir in Stanford. Die Universität hat viele Gründer von bekannten IT-Unternehmen, z. B. Google, Yahoo, Hewlett-Packard, Cisco Systems, hervorgebracht und fördert bei ihren Studenten und Lehrkräften eine ausgeprägte Kultur des innovativen Unternehmertums.
Auf dem Kampus befindet sich die d.School. In der von Hasso Plattner gestifteten Einrichtung entwickeln Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen gemeinsam nutzerfreundliche Innovationen. Geleitet wird das Institut von David Kelley, dem Gründer von IDEO. Wir hatten dort die Gelegenheit in einer kleinen Design Thinking Session zu erleben wie in mehreren kurzen Iterationen der Phasen Explore, Create, Test ein immer besserer Prototyp entstand.

Unser Tag ging mit dem Besuch im SAP App Haus zu Ende. Hier konnten wir sehen, wie die Lehren der d.School ihren Einzug in den Alltag der SAP Entwicklungsteams hier vor Ort gefunden haben. Durch weitaus mehr Hintergrundwissen als bei anderen Terminen war dieser Besuch für mich natürlich etwas anders als die anderen. Mir schien man hier, um ehrlich zu sein etwas zu Methoden verliebt zu sein. Anhand eines nur kurzen Eindrucks, kann das aber natürlich auch täuschen.

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