Die Vorteile eines professionellen SAC-Dashboards

Nach meinem letzten Blog-Artikel, haben mich einige Leser gefragt, wie denn mit dem erstellten Datenmodell ein professionelles Dashboard aussehen kann? Wie sollten die Daten aufbereitet werden, damit ein Stakeholder hier möglichst schnell professionelle Analysen durchführen kann?

Natürlich sind diese Fragen im Allgemeinen nur sehr schwer zu beantworten. Schon innerhalb eines Enterprise-Dashboards gibt es meist Teile, die für die Vorstände, für die Vertriebsmitarbeiter oder für das Controlling wichtig sind. Letztendlich ist dies beim Erstellen eines Unternehmens-Dashboards immer fachlich getrieben. D.h. hier hat der IT-Berater klare Vorteile, der gut zuhören kann. Während ich z.B. mit anderen Dashboard-Erstellungs-Werkzeugen meist sogenannte Mockups vorbereite und diese mit den Kunden bespreche, empfehle ich bei SAC direkt mit dem Kunden das entsprechende Dashboard im Extreme-Programming-Style (der Kunde sitzt mit am Rechner) zu bearbeiten. In SAC lassen sich die verschiedenen Diagramme so schnell ändern und anpassen, dass hier ein vorheriges Mockup-Erstellen mehr Zeit in Anspruch nimmt, als das eigentliche Erstellen des Dashboards.

Natürlich ist an dieser Stelle der Blog-Artikel noch nicht zu Ende. Ich habe mir überlegt, wie ich mit den, im letzten Blog-Artikeln eingeführten Daten, ein hübsches, professionelles Dashboard erstellen kann. Der folgende Screenshot zeigt die Einstiegsseite meines Worldbank-Dashboards:

Um (wie im letzten Blog-Artikel erwähnt) nicht über die 200 000 Zeilen geographischer Daten zu gelangen, stütze ich mich hier auf das (geteilte) Datenset von Afrika.

Das Dashboard habe ich erstellt, indem ich eine neue Story angelegt habe:

Ich empfehle hier die Verwendung der „Responsive Page“. Gerade wenn viele unterschiedliche Browser (Safari, Chrome, Firefox, IE, …) mit unterschiedlichen Displaygrößen auf dieses Dashboard zugreifen, ist das meiner Meinung nach die beste Wahl. Die Seite in der Vorlage ist so arrangiert, dass je nach Display, der Inhalt angepasst wird. Sie brauchen sich somit als Ersteller nicht darum zu kümmern, wie das Dashboard auf unterschiedlichen Auflösungen aussieht. Gerade das erleichtert die Erstellung eines Dashboards enorm.

Auf der linken Seite habe ich das Logo der FIVE1 eingefügt. Egal welches Dashboard ich bisweilen erstellt habe, ein Logo musste immer mit dazu. Auf der linken Seite habe ich noch eine Uhr mit eingehängt. Gerade für Unternehmen, die international tätig sind, ist dies oft wichtig, um z.B. zu wissen, ob die Daten aus Afrika schon geladen wurden bzw. aktuell sind. Das Textfeld unter dem Logo kann z.B. auch als Kommentar-Feld benutzt werden. Das Diagramm darunter zeigt alle Kreditnehmer der Worldbank; sortiert nach dem Kreditvolumen, das derzeit gehalten wird. So kann man relativ schnell die Big Player in den Fokus nehmen. Unter diesem Diagramm auf der linken Seite habe ich einen Slider eingefügt. Hiermit können die entsprechenden Kredite nach Fälligkeitsdatum gefiltert werden. In der Mitte der Seite wird eine Landkarte mit den entsprechenden afrikanischen Ländern und der wichtigsten KPI angezeigt (siehe vorherigen Blog-Artikel). In der Mitte unten sind alle Kredit-Projekte aufgelistet. Diese Liste ist natürlich viel zu groß, um sie als Ganzes zu erfassen. Sobald man jedoch nach einem bestimmten Land filtert (z.B. in der Karte), können die Einzelprojekte (nach Land) in der Liste durchaus einen Überblick verschaffen. Auf der rechten Seite habe ich den Kreditstatus und nochmals eine einfache Selektion der Länder (Afrikas) aufgelistet. Die KPIs, die ich ausgewählt habe, zeigen das Kreditvolumen an, das davon zurückgezahlte Geld an die Worldbank, wieviel vom Kredit an eine dritte Partei weiter veräußert wurde und wie bei diesem Weiterverkauf die Rückzahlungsquote ist. Im Beispiel sehen Sie, dass alle Kredite, die weiterverkauft wurden auch zurückgezahlt wurden (beides 2.07 Milliarden Euro).

Diese Einstiegsseite ist so gestaltet worden, dass sie für möglichst viele Stakeholder hilfreich ist. Gerade auf der Einstiegsseite ist es wichtig, alle Elemente mit einander zu verlinken. Wenn in irgendeinem Diagramm gefiltert wird, sollte das auf alle Diagramme in der Seite wirken (immer PageFilter benutzen). Oft ist es auch üblich, dass beim Klick auf ein Detail-Diagramm, die entsprechende Detail-Seite geöffnet wird (wird häufig als Anforderung gestellt).

Um nun weitere Sichten für spezielle Stakeholder zu erstellen, können innerhalb der Story zusätzliche Seiten (als Tabs) eingefügt werden. Ich habe in dem vorliegenden Beispiel zwei weitere Tabs erstellt, um dieser Anforderung gerecht zu werden:

Diese Sicht dient den Projektmanagern, einen schnellen Überblick zu bekommen.

Die nächste Seite ermöglicht schnelle Vergleiche zwischen den Ländern durchführen zu können. Meist fokussieren sich Konzerne auf eine Hand voll Märkte, die für eine gewisse Zeit einer besonderen Betrachtung begründen:

Mit dieser Ansicht ist das schnell und einfach nachvollziehbar. In der ersten Spalte (Senegal) kann ich ein beliebiges Land konfigurieren, während ich in den anderen Spalten die Top5-Kreditnehmer (aus Afrika) der Worldbank sehe. So kann ein Analyst schnell nachvollziehen, welche Probleme mit den entsprechenden Kreditnehmern existieren. In dieser Ansicht sehen Sie, dass ich hier eine zusätzliche KPI (die Rückzahlungsquote) eingefügt habe. Diese KPI wird aus den bestehenden KPIs errechnet. So können Sie relativ schnell erkennen, dass z.B. Nigeria und Kenia eine viel bessere Rückzahlungsquote haben, als Ghana oder der Senegal.

Letztendlich wird eine Sicht (eine Seite) immer für einen entsprechenden Anwendungsfall und/oder Anwendungsgruppe erstellt. Beides muss immer im Detail mit dem Kunden abgestimmt werden.

Falls Sie weitere Dashboard-Anregungen haben, freue ich mich jeder Zeit über eine Mail von Ihnen:

peter.stuerzel@five1.de

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