Update zu SAP Lumira & CVOM-SDK

Lumira CVOM-SDK

Manchmal war (ist?) es nicht einfach gewesen, die einzelnen BI-Frontendtools der SAP voneinander abzugrenzen. Zugegeben: Zum Teil ist das den regelmäßigen Einkaufstouren der SAP geschuldet. Ferner  ist es schwer in eine Richtung zu entwickeln wenn man noch nicht weiß, wo die Reise hingeht. Und so einen Kahn dann eine neue Richtung vorzugeben, wenn er sich bereits in Fahrt befindet, ist durchaus kein leichtes Unterfangen.

Einst schien mir die Abgrenzung auch nicht ganz klar. Zumal auf den einschlägigen SAP- und SAP-nahen Veranstaltungen nicht auf die mithin großen technischen Unterschiede hingewiesen wird. Einiges von dem was vorgestellt wird, wird auch nicht immer so umgesetzt werden oder gar umgesetzt sein – wie auch? Jeder der Software entwickelt weiß, was schnell geht und an welchen Stellen man richtig Zeit verliert und von Hölzchen zu Stöckchen kommt.

Relevante Frontends (unsere Frontend-Empfehlung):

  • Lumira – klares Ad hoc-Tool: Her mit den Daten und los geht’s
  • Design Studio – von der IT für den Fachbereich: Standardisiert, dynamisch, im gegebenen Rahmen flexibel
  • Analysis for Office – der Excel-Komfort: Datentapeten wie eh und je
  • Crystal Reports – genormt und platziert gedruckt

Zurück zu Lumira:
Beim 3-tägigen Lumira Visualization Extensions (CVOM) SDK Partnertest in Walldorfdurften wir das SDK auf Herz und Nieren prüfen. Dabei steht CVOM für Common Visualization Object Modeler und verwendet die d3-Charts (siehe www.d3js.org). Das Ganze wird mit VizPacker, einem auf Google-Chrome aufbauenden Code-Generator, erzeugt, gepackt und muss (derzeit) auf jeder Lumira-Workstation importiert werden, ebenso auf allen anderen Geräten, auf denen diese sog. Story mit diesem Chart angezeigt werden soll. Aber warum noch mehr Charts? Gut, die zuletzt an Popularität gewonnenen Hichert-Charts zeigen, dass es immer Raum dafür gibt. Doch tatsächlich etwas an den Zahlen ändert das auch nichts.

Pragmatismus pur? Nein, ganz und gar nicht. Sexy darf ein Tool schon sein und sobald das Arbeiten damit Spaß macht, noch besser. Nicht zu vergessen die schöpferische Energie, die dabei freigesetzt wird – und das ist durchaus ernst gemeint. Doch wie schon im letzten dazugehörigen Blog geschrieben, entspricht Lumira eher dem Filmtitel „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Datenquellen auszutauschen stellt sich in der Realität (noch) unangenehmer dar, als man meint. Anzapfen von BO-Quellen geht, doch eher mit Sternchen als people-ready. Der Austausch einmal geladener Daten geht, wenn überhaupt, nur mit Workaround.

Warum die Cloud? Warum die Cloud zuerst? Die Strategie der SAP mag das eine sein, doch wie ist denn die Situation bei den Kunden da draußen? Und wie wird diese in zwei Jahren aussehen? Meiner Einschätzung nach ist das dann nach wie vor BW sowie BO auf BW, vielleicht die ersten nativen HANA-Cases. Doch Cloud? Gerade im konservativen Deutschland? Gut, ich habe gehört, dass SAP auch außerhalb von Deutschland eingesetzt wird 🙂

Über das, was nachher tatsächlich eintritt, können wir Zukunft reden. Doch zunächst würde es Lumira schon richtig helfen, wenn ich mit der 30-Tage-Testversion direkt meine Query anzapfe und agil visualisiere. Der heutige Funktionsumfang entspricht einem Download, nicht anders als ein BW-Excel-Export und Lumira-Import. csv und xls kann Lumira schon länger – aber da verbleiben meine durchaus veränderten Daten (Merge, Join, Union, Replace) im *.lum-File . Wäre doch ganz nett, wenn die Daten auch gleich da korrigiert wären, wo sie herkommen, im BW oder am besten im ERP. Simplicity!

Zu berücksichtigen ist, dass nicht die noch rechten klaren Grenzen zwischen Lumira und dem Design Studio aufgeweicht werden.

Fazit:

  • CVOM hin oder her, ist ganz nett. Aber die Energien jener motivierten Mitarbeiter sollten in fortgeschrittnere Tools wie Design Studio
  • Und ein riesen Sprung wäre, wenn Lumira auf BW und / oder BO geteilt werden kann. So könnte ich mir selbst Favoriten anlegen und bestimmte davon Kollegen zur Verfügung stellen / teilen. Ohne Cloud!

Der Köder muss dem Fisch schmecken - und nicht dem Angler!

„Der Köder muss dem Fisch schmecken – und nicht dem Angler.“
(unbekannt,aus den USA)

…den Kunden verstehen! FIVE1

Getagged mit: , , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*