Allgemeine Verfügbarkeit von SAP NetWeaver CE 7.2

Seit dem 20.05.2010 ist das SAP NetWeaver Composition Environment 7.2 allgemein verfügbar und steht nun allen SAP Kunden zur Verfügung. Es ist ein weiteres Major Release des SAP NetWeaver Composition Environment, welches unter anderem auch die neue Visual Composer 7.2 Version mit sich bringt. Im Praxishandbuch SAP NetWeaver Visual Composer, welches Ende Dezember 2009 bei SAP Press erschienen ist, habe ich bereits einen Ausblick auf die neue Visual Composer Version gegeben.
Im Wesentlichen sind dies zwei Features:

Visual Composer Debugger
Der Debugger ist nur in der SAP NetWeaver Developer Studio Variante des Visual Composers verfügbar. Mit diesem Werkzeug lassen sich komplexe Visual Composer Modelle debuggen, dabei wird das Standard Eclipse Framework verwendet, so dass erfahrene Eclipse Entwickler mit dem Debugger sofort zurecht kommen sollten. Man kann verschiedene Debugger Konfigurationen anlegen und mit Hilfe von Breakpoints kann der Programmablauf vor dem vermutlichen Bug angehalten werden und Schritt für Schritt debuggt werden. Während des Debugging kann man wie aus anderen Entwicklungsumgebungen mit Debugger bekannt die Werte von Variablen im Speicher kontrollieren und auch Formeln und Bedingungen kontrollieren die man modelliert hat. Als Fazit kann man sagen, dass der Visual Composer Debugger die Fehlersuche und Behebung erheblich vereinfacht. In den Vorgängerversionen von Visual Composer musste man sich noch mit Workarounds behelfen, wie bspw. das Anzeigen von Variablen im Data Store Element in der Benutzeroberfläche oder durch setzen von externen Breakpoints in ABAP RFC Funktionsbausteinen. Dies gehört nun der Vergangenheit an.

Nahtlose Integration von SAP NetWeaver BPM in Visual Composer
Mit dem Enhancement Package 1 für SAP NetWeaver Composition Environment 7.1 wurde erstmals SAP NetWeaver Business Process Management ausgeliefert, das zuvor unter dem Projektnamen „Galaxy“ von der SAP vorgestellt wurde. Die sonst eher von erweiterten ereignisgesteuerten Prozessketten (eEPK) geprägten SAP hat mit SAP NetWeaver BPM nun ein Produkt im Portfolio, welche die Business Process Modelling Notation (BPMN) verwendet zur Geschäftsprozessmodellierung. BPMN hat in der Vergangenheit viele Fürsprecher gewonnen und wird meiner Meinung nach der de facto Standard in der Geschäftsprozessmodellierung werden, wenn dieser es ohnehin nicht schon ist. Unter 7.11 konnte man bisher Prozesse mit SAP NetWeaver BPM erstellen, die im wesentlichen Web Dynpro for Java als Benutzeroberfläche verwendet hatten. Dies ändert sich mit SAP NetWeaver CE 7.2. Es ist nun möglich aus dem Prozesskontext heraus Visual Composer Benutzeroberflächen automatisch zu generieren und diese ggf. anzupassen. Auch die Verwendung von bestehenden Visual Composer Modellen in SAP NetWeaver BPM ist nun möglich. Diese Integration zwischen BPM und Visual Composer ist ein weiterer wichtiger Schritt damit die Umsetzung neuer Geschäftsprozesse aufgeteilt werden kann in den so genannten Business Process Expert (BPX) und dem Entwickler (Developer). Der BPX kann somit den Prozess modellieren und sogar die Visual Composer Oberflächen generieren lassen und diese ebenfalls ohne Programmierkenntnisse anpassen. Der Entwickler sorgt dafür, dass die verwendeten Services zur Verfügung stehen, falls diese noch nicht im Rahmen der SOA Architektur verfügbar sein sollten.

Wenn ich Ihr Interesse geweckt haben sollte und Sie mehr über Visual Composer erfahren möchten, dann können Sie mich persönlich kennen lernen im Rahmen der SAP Schulung NWC100 Modeling Applications with Visual Composer in Walldorf am 10./11. Juni 2010 und 20./21. September 2010.

Oder Sie nehmen am nächsten Arbeitskreistreffen des DSAG Arbeitskreises ABAP und Java Development am 17. Juni 2010 teil. Die Veranstaltung findet bei der SAP AG in Walldorf im Gebäude 01 (EVZ) im 6. Stock, Raum Biel statt.

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