SAP TechEd 2010 – Tag 3

HANA
Ingo Breckmann, verantwortlicher Program Manager für HANA wiederholt die Punkte aus der KeyNote. Er geht sehr detailliert auf die Entwicklung der Rechenleistung in den vergangenen Jahren ein. Parallele Prozessoren und viel Hauptspeicher, kombiniert mit Spalten- statt Zeilen basierter Speicherung machen es möglich. Als Demo mal wieder der BO Explorer. Auszuprobieren unter bi.ondemand.com Nichts neues also.


SAP BO Advanced Analysis
Ich lehne mich an dieser Stelle einmal aus dem Fenster. Das strategische Planungswerkzeug der SAP heißt ab 2011 SAP BO Advanced Analysis (Pioneer) und basiert auf der SAP BW integrierten Planung. Die offizielle Empfehlung lautet derzeit zwar

– SAP BO PC (Outlooksoft) für von der Fachabteilung getriebene, dezentrale Planungsanwendungen
– SAP BO Advanced Analysis für so genannte IT getriebene, zentrale Anwendungen einzusetzen.


Wer BO PC aber einmal getestet hat wird schon allein auf Grund der Komplexität anzweifeln dass dies in der Realität durch die Fachabteilung selbständig einzuführen ist. Stammdaten können nun zwar synchronisiert durch die Redundanz in BO PC aber nicht wirklich harmonisiert gehalten werden. Damit steht nach meiner Meinung das Konzept des BO PC noch immer völlig konträr zum Enterprise Data Warehouse Ansatz. Auf der anderen Seite halten sich die Vorteile sehr in Grenzen.
Spätestens ab Januar 2011 wird die BW integrierte Planung auch in SAP BO Advanced Analysis unterstützt. Umfassende hierarchische Anzeigefunktionen, eine Schwachstelle fast aller Konkurrenzprodukte (inklusive BO PC), sollen dann bereits enthalten sein. BW IP wird für die Verwendung unter HANA optimiert werden. Der SAP BExQuery Designer bleibt damit auch zukünftig das zentrale Tool, bezieht doch SAP BO Advanced Analysis Daten aus dem SAP Business Warehouse mit Hilfe von BEx Queries. Somit sollte für SAP BW Kunden BO PC nur in Ausnahmefällen eine Alternative darstellen.


SAP BW Integrierte Planung
Größte offizielle Neuerungen der integrierten Planung selbst ist, dass der „planning modeler“ nun direkt in die Administrator workbench (rsa1) integriert wurde. Da alle Funktionalitäten ohnehin ABAP-seitig gehalten und ausgeführt werden ein überfälliger Schritt. Zusätzlich haben Gerd Schoeffel und Tobias Kaufmann von der NetWeaver RIG ein paar sinnvolle Erweiterungen implementiert die in Kürze per How-To Paper verfügbar sein werden. So gibt es ein Element welches als Add-On in den Web Application Designer integriert werden kann um Kommentare direkt in Queryzellen anzuzeigen. Durch Klick auf die Queryzelle öffnet sich ein Popup in welchem die Pflege vorgenommen wird. Vom Prinzip her die Lösung wie wir sie bei FIVE1 seit einiger Zeit implementieren aber um ein Business Server Page – Popup erweitert. Neu ist auch ein BAdI (HowTo Paper „How to …Log Changes in Plan Data using DataStore Objects“) um Logs bei Datenänderung in ein DSO (statt wie bisher in den cube selbst (mit Hilfe von „How to…Line Items in BI IP)“) zu schreiben. Die Wertehilfe im Variablenbild der Query kann zukünftig mit Hilfe des BAdI RSR_VARIABLE_F4_RESTRICT_BADI manipuliert werden. So können auch Abhängigkeiten wie Region – Land (nach Auswahl der Region nur noch die Länder der Region und umgekehrt) realisiert werden. Darauf werde ich in einem der kommenden Blogs aber noch näher eingehen und das Konzept etwas umfassender erklären. Inverse Formeln und Zellsperren wurden vorgestellt, sind ja aber schon länger bekannt und verfügbar.
Im Nachgang zum Vortrag war noch eher inoffiziell zu erfahren, dass in SAP BW 7.3 eine Stammdatenplanung enthalten sein wird. Was das genau bedeutet und welche Möglichkeiten man damit hat wurde leider noch nicht verraten.


Auf Wiedersehen TechEd, auf Wiedersehen Berlin.

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3 Kommentar auf “SAP TechEd 2010 – Tag 3
  1. Kleine Anmerkung am Rande – die RSA1 heißt seit Release 7.0 die „Data Warehousing Workbench“. Auch ein Planning Modelers hat wenig mit Administration zu tun und passt besser in eine DW Workbench.

  2. Sven Zech sagt:

    Vielen Dank für den Hinweis, die Administrator workbench ist natürlich über die rsa1 zu erreichen. Ist nun auch im Beitrag direkt korrigiert.

  3. Eine kleine Ergänzung zu dem Beitrag: Die Transaktion, in die der Planning Modeler integriert wurde, ist die RSA1. Darüber hinaus ist der Planning Modeler auch, wie bereits in früheren Releases, über die Transaktion RSPLAN erreichbar. Weitere Infos unter: http://weblogs.sdn.sap.com/pub/wlg/20727

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