SAP TechEd 2010 – Tag 1

KeyNote
Wie üblich beginnt auch die TechEd 2010 mit der KeyNote einer wichtigen Größe der SAP. Dieses Jahr ist es an Dr. Vishal Sikka, neuer Co-Vorstand und verantwortlich für Technologie und Innovation. Nach großem Marketingeinsatz verkündet er die „Era of the AND“. Kunden wollen nicht mehr das Eine oder das Andere, sondern Beides. So wird es nicht nur Erweiterungen zu bestehenden Produkten geben sondern zusätzlich gilt es drei neue Horizonte zu adaptieren: In-memory, Cloud and Mobility
Von der Leistungsfähigkeit der In-memory Technologie konnte man sich dann noch während der Key Note überzeugen als 4 Milliarden(!) Datensätze in deutlich unter einer Sekunde ausgewertet wurden.


SAP NetWeaver BW 7.3
Richtig spannend wurde es dann um kurz nach zwei als Lothar Henkes und Heiko Schneider, beide Product Management, die neuen Funktionen des SAP BW 7.3 inklusive Roadmap präsentierten.
Mit dem Semantic partition objects (SPO) und dem Hybrid Provider wurden zwei neue Infoprovider vorgestellt. Neu ist auch das so genannte Graphical Data Flow Modeling. Über eine Art erweitertes Prozesskettentool können grafisch Datenflüsse angelegt oder auch Template data flows als Platzhalter erstellt werden. Die Implementierung der eigentlichen Transformation kann also auch später erfolgen. Best practice data flows werden von SAP gleich mit ausgeliefert. Alle Data flows können kopiert und sogar von BW 3.5 migriert werden.


HANA
Nach dieser Einführung kam dann das Feature auf das alle gewartet hatten. HANA 1.0, derzeit noch im RampUp soll ab Q1 2011 verfügbar sein. BI wird als eines der ersten Tools auf HANA 1.0 laufen können. Das nächste BW Release nach 7.3 (noch ohne Name) wird dann speziell für HANA entwickelt und optimiert. Allerdings besteht keine zwingende Notwendigkeit auf HANA zu wechseln. Auch Oracle und andere Datenbanken werden weiter unterstützt werden. Letzteres klärt auch die Frage was HANA denn nun ganz genau ist. HANA ist eine In-Memory Datenbank die den bereits seit einiger Zeit verfügbaren BI Accelerator im Bauch hat. HANA wird daher auch als Paket aus Hard- und Software verkauft werden. Dennoch wird es um Archivierung und Recovery gewährleisten zu können auch eine persistente Datenhaltung in Form von Solid-State Laufwerken geben. Ob dies wirklich nur mit Solid-State Laufwerken funktioniert gilt es aber an anderer Stelle noch einmal zu verifizieren.


SAP Architektur Strategie
Ein Orchester aus „on premise“, „on demand“ und „on device“ bildet das Gerüst. Integration durch harmonisierte Stammdaten, sichtbare und nachvollziehbare end- to-end Prozesse, lifecycle management etc. Eben die passende Architektur zur Vision aus der Key Note. Erwähnenswert vielleicht noch das Projekt „Gateway“. Derzeit als solches noch eine Blackbox wurde klar gestellt dass es sich dabei (nur) um eine Technologie handelt um die Daten der Business Suite zum „common consumption model“ zu transferieren. Dies wird dann eine weitere eigenständige Server-Installation erfordern.


Demo Jam
Den Abschluss des Tages bildete die Demo Jam. Sechs Finalisten stellten Innovationen auf der SAP Plattform in lockerer Atmosphäre beim ein oder anderen Bier vor. Aus meiner Sicht leider etwas schwächere Präsentationen als in den Vorjahren, dennoch ein schöner Ausklang eines informativen Tages.

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