SAP HANA – In Memory im Dialog

Was bedeutet eigentlich Faktor 1000?

Frankfurt – New York in 30 Sekunden!

Letzte Woche waren wir eingeladen am In-Memory Dialog mit der SAP teilzunehmen. Die Veranstaltung fand passend zum jüngsten Spross der Produktfamilie im jüngsten Gebäude unseres großen Nachbarn statt.
Den Auftakt bildete der für das In-Memory Thema schon beinahe als typisch zu bezeichnende Aufzählungsmix aus Performancevorteilen, dem Unterschied zwischen Zeilen- und Spalten- basierter Speicherung, sowie sinkenden Hardwarepreisen.

Wirklich vielversprechend klangen die Informationen zu den „Apps“ die nach und nach in den nächsten Monaten in den RampUp gehen sollen. Allen voran „ERP Profitability Analysis Accelertor“. Eine Lösung um das CO-PA im ERP zu beschleunigen und dadurch bspw. auch eine höhere Granularität der Daten möglich zu machen. Dem ERP wird hier durch eine Erweiterung das Lesen und Schreiben von und nach SAP HANA als zweite Datenbank neben der existierenden Datenbank des ERP beigebracht. Alle Umlagen aus der Gemeinkostenrechnung in das Ergebnis und Top-Down-Verteilung innerhalb der Ergebnisrechnung werden beschleunigt ohne das dazu eine Anpassung der bestehenden Regeln notwendig wäre! Folgende Grafik veranschaulicht das Prinzip:

Bevor dann am Nachmittag der eigentliche Dialog beginnen sollte wurde aus einer technischen Sicht gezeigt was HANA Stand heute ist (nämlich eine noch nicht ganz fertig entwickelte Datenbank) und was es bis Ende des Jahres sein soll (eine fertig entwickelte Datenbank). Die HANA Datenbank, die nun HANA Plattform heißt, wird wie schon länger bekannt als erstes für das hauseigene SAP BW angeboten. Neu für mich war dagegen, dass man für den Echtzeitdatenaustausch zwischen SAP BW und SAP ERP keinen Sybase Replication Server mehr benötigen wird. Einen aktuellen ABAP Kernel vorausgesetzt kann diese Aufgaben nun seit HANA SP2 auch vollständig vom ABAP Stack übernommen werden. Hinweis 1605140 (Anmeldung erforderlich) erläutert detailliert die Voraussetzungen. Sogar für ältere Kernel Versionen existiert eine Lösung mit einer ABAP basierten Add-On Installation des SAP Landscape Transformation (SLT) Replication Servers. Hier ist man also bei der Integration schon ein ganzes Stück weiter gekommen.

Nach wie vor darf für den Produktivbetrieb nur genau eine physische HANA Box eingesetzt werden. Es ist also kein Teilen der Hardware mit Entwicklungs- oder Testsystem möglich. Hinweis 1514966 (Anmeldung erforderlich) liefert recht detaillierte Hinweise zum Sizing der Appliance. Supportanfragen werden hier übrigens immer an SAP gerichtet, auch wenn die Ursache ein Hardwareproblem ist. Die SAP übernimmt in diesem Fall das weiterleiten der Meldung an den jeweiligen Hardwarepartner.
An vielen anderen Stellen ist man noch nicht ganz so weit. Insbesondere kann HANA noch nicht mit Hierarchien umgehen. Dafür sollte man allerdings in einer Version 1.0 eines auch technisch völlig neu entwickelten Produktes durchaus Verständnis aufbringen.

Nach dem Mittagessen begann dann der eigentliche Dialog sehr vielversprechend. Es wurden per Moderationskärtchen die Fragen der Teilnehmer gesammelt, gruppiert – und dann zum Großteil leider nur sehr allgemein oder gar nicht beantwortet. Schade. Mal schauen wie es bei der nächsten Veranstaltung in knapp acht Wochen aussehen wird.


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