Marathonwochen in SAP Projekten – gibt es da noch Freizeit?

Mittlerweile bin ich nun seit über einem Jahr bei einem unserer Kunden in Amsterdam tätig und fühle mich schon wie zu Hause in Amsterdam – kein Wunder ich verbringe hier mehr Zeit als Zuhause. Bei unserem Kunden in Amsterdam konzipiere und implementiere ich gemeinsam mit Sven ein zentrales Managementinformationssystem auf Basis der Geschäftsprozessplattform SAP NetWeaver. Im vergangen Jahr haben wir eine Lösung realisiert zur Erfassung und Übertragung der Daten aus verschiedensten Geschäftsbereichen in das zentrale SAP Business Warehouse (BW). Die Daten werden entweder über den zentralen Flat-File-Upload, einer Web Dynpro Anwendung im SAP NetWeaver Portal, in das BW-System übertragen oder manuell über Eingabemasken erfasst, auf Basis von SAP BW Integrated Planning (BW-IP). Die angelieferten Daten werden im Rahmen des Validierungsprozess überprüft, bevor Sie für das Reporting freigegeben werden. Die Implementierung dieses Prozesses war ein weiterer Schwerpunkt im letzten Jahr. Die Lösung wurde im November 2008 weltweit ausgerollt und wird sukzessive um Funktionalitäten durch FIVE1 erweitert. Seit September erstelle ich gemeinsam mit den Kollegen von SAP Consulting Managementberichte. Das Projekt ist selbst nach einem Jahr noch interessant und herausfordernd, so dass die Motivation die bestehende Lösung zu erweitern und zu verbessern gegeben ist und 16 Stunden Tage keine Ausnahme bilden.

Schon während des Studiums haben mir meine Professoren attestiert, dass SAP Berater kein Privatleben haben. Viele Spötter im SAP Umfeld behaupten, dass das Akronym SAP für Scheiß Auf Privatleben steht – dies ist manchmal nicht verwunderlich, wenn man sich die Arbeitszeiten in SAP Projekten vor Augen hält und hinzukommend die Arbeit am Wochenende für einen Go-live. Im Laufe meines beruflichen Werdegangs habe ich mich trotz allem bewusst dafür entschieden diesen Weg einzuschlagen und die Marathonwochen in Kauf zu nehmen. Die Motivation für diesen Job liegt sicherlich daran, dass man täglich mit neuen Problemstellungen verschiedener  Unternehmen und Branchen konfrontiert wird und keine Monotonie aufkommt. Meine Freunde und Bekannte fragen mich oft, ob man als SAP Berater auch Freizeit hat. Sicherlich hat man nicht so viel Freizeit wie in anderen Berufen, aber man hat genügend Freizeit um Sport zu treiben und sich Fit zu halten. Damit ich den Aussagen meiner Freunde im Bezug auf Marathonwoche gerecht werde, habe ich mich entschlossen am Amsterdam Halbmarathon teilzunehmen. In den vergangenen Wochen habe ich dann an den Wochenenden im schönen Oberschwaben trainiert und abends während der Woche im Vondelpark in Amsterdam.

Mein ehemaliger Kollege Dirk Sorgatz Daniel  Busse und Marcel Salein in Amsterdam

Der Halbmarathon fand am vergangen Sonntag, 18. Oktober 2009 statt. Ich bin bereits am Freitag angereist. Mein ehemaliger Kollege Dirk Sorgatz, der auch Halbmarathon lief ist gemeinsam mit Daniel Busse, einem anderen ehemaligen Kollegen, in der Nacht von Freitag auf Samstag angereist. Am Samstag haben wir einen wunderschönen Herbsttag in Amsterdam verbracht. Am Sonntag war es dann endlich soweit – bereits morgens fand der Marathon statt. Der Startschuss für den Amsterdam Halbmarathon fiel dann um 14.00 Uhr. Gemeinsam  mit 9010 anderen Läufern habe ich mich auf den Weg gemacht die 21 Kilometer durch die Stadt mit dem Olympiastadion als Ziel. Nach 2:01:41 bin ich im Ziel angekommen und habe mir fest vorgenommen im Frühjahr einen weiteren Halbmarathon in einer anderen Stadt in Europa in Angriff zu nehmen und diesen in weniger als 2 Stunden zu beenden. Die darauffolgende Woche habe ich selbstverständlich in Amsterdam zum Arbeiten verbracht.
Ich selbst habe mir die Frage beantwortet, ob neben den Marathonwochen in SAP Projekten noch genügend Zeit für den privaten Marathon am Wochenende vorhanden ist. Ich freue mich schon darauf in naher Zukunft in diesem Blog berichten zu können, dass ich die 2 Stunden geknackt habe.

Amsterdam Halbmarathon 2009 Zieleinlauf Amsterdam Halbmarathon 2009

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Ein Kommentar auf “Marathonwochen in SAP Projekten – gibt es da noch Freizeit?
  1. Sven Zech sagt:

    Wir sind auch mit 2:01:41 mächtig stolz auf Dich. Schließlich hältst Du damit den Amsterdam Projektteam-Rekord!

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