Installation und erste Schritte mit dem SAP AppBuilder

SAP arbeitet an einer harmonisierten UI-Tool-Strategie. Jüngster Spross im Portfolio auf dem Weg dorthin ist der Browser basierte SAP AppBuilder. So wird der AppBuilder von der SAP als temporäre Lösung positioniert um die Zeit zu überbrücken, bis eine vollständig harmonisierte Lösung zur Verfügung steht. Der SAP AppBuilder kann als Datenquelle die SAP Mobile Platform, OData, REST-, oder das lokale Dateisystem verwenden. Die Dokumentation ist unter http://help.sap.com/appbuilder/ zu finden.

Voraussetzung sind:

  • Windows OS (XP, Vista, oder 7) 32- oder 64-Bit oder Apple OS X
  • NodeJS
  • Web Browser der neusten Generation (Google Chrome oder Apple Safari)

Node.js ist eine auf der JavaScript-Laufzeitumgebung „V8“ basierende Plattform zum Betrieb von Netzwerkanwendungen. „V8“ wurde ursprünglich für den Chrome-Browser entwickelt und bietet eine ressourcensparende Architektur, die eine große Anzahl gleichzeitig bestehender Netzwerkverbindungen ermöglicht. Download von http://nodejs.org/download/

SAP AppB Screen1

Der SAP APPBuilder kann von folgender Seite heruntergeladen werden: https://tools.hana.ondemand.com/#sapui5
Nach der Installation wird unter Windows durch Starten der Datei run.bat die Webseite http://127.0.0.1:9009/ide/ares/index.html geöffnet in welcher der AppBuilder startet.

SAP AppB Screen3

Als Datenquelle möchte ich eine BEx Query verwenden. Dazu habe ich auf einem einfachen Datenmodell eine gewöhnliche Query in unserem SAP BW 7.4 angelegt. Die Query zeigt Umsätze mit Kunden im monatlichen Zeitverlauf an:

SAP AppB  Screen4

Als Schnittstelle verwende ich SAP NetWeaver Gateway. Mit SAP BW 7.4 ist SAP NetWeaver Gateway bereits enthalten. In früheren Versionen ist Gateway ggf. separat zu installieren. Mit Hilfe der Transaktion „segw“ startet man den SAP NetWeaver Gateway Service Builder.

Der Service Builder ist konzipiert um für Code-basierte OData-Kanäle zu erzeugen und über den gesamten Entwicklungslebenszyklus zu verwalten. Dies gilt sowohl für die Service-Laufzeit Artefakte (Modell Provider-Klasse, Daten-Provider-Klasse, Modell und Service) als auch OData-Artefakte (Entity-Set, Entity-Typ und Eigenschaften), Datenquellen und Modelle. Die Modellierungsumgebung folgt einem projektorientierten Ansatz. Sie basiert auf einem offenen Framework welches auch das Hinzufügen von eigenen Plug-Ins für besondere Aufgaben (z. B. Erstellung von Unit Test) ermöglicht. Die Berechtigungsobjekte /IWFND/RT_DEVELOPER und /IWBEP/RT_MEG_DEV müssen zugewiesen sein.

Hier habe ich ein OData Service eingerichtet. Dazu müssen die folgenden Schritte ausgeführt werden:
1. Projekt anlegen
2. Datenmodell redefinieren (BW Abfragedienst)
3. Zugriffstype festlegen (Controller für MDX / SAP BW) und Query auswählen
4. Serviceklassen festlegen und Service registrieren
5. Entitäten festlegen
6. Aktivieren und Ausführen des Service (Transaktion /IWFND/MAINT_SERVICE)

SAP AppB Screen8

Die Vorarbeiten sind erledigt. Nun also zurück zum AppBuilder und ein neues Projekt gestartet. Unter Data Sources kann der zuvor erzeugte ODataService verknüpft werden.

SAP AppB Screen7

Dies geschieht durch Eintragen der URL zum im SAP BW angelegten Service. Die URL kann durch Testen des Services in der Transaktion /IWFND/MAINT_SERVICE ermittelt werden. Ein Preview des Services sollte in etwa wie folgt aussehen.

SAP AppB  Screen5

Bindet man die Datenquelle nun an das Element Chart ist man im Prinzip auch schon am Ziel. Voila. Meine erste iPhone-App mit dem SAP AppBuilder ist fertig.

SAP AppB Screen6

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