Hot spots & Networking – Silicon Valley Inspiration Tour – Tag 4

Das Cogswell College sieht seine Aufgabe darin, eine führende Rolle bei der Ausbildung in Medien-Technologien und Unternehmertum zu übernehmen. Wir hatten an unserem vierten Tag in der Bay Area das Vergnügen mit Julius Dobos über die Herausforderungen bei der Ausbildung junger Menschen zu sprechen. Julius arbeitet als Professor in den Bereichen new Media, sound installations, Werbung und Film (wie z.B. You Don’t Mess with the Zohan, Zookeeper, Mall Cop, DragonBall Z) am Cogswell College. Was mich irgendwie überrascht hat, war dass er bei seinen Studenten einen klaren Trend sieht, dass junge Menschen immer schlechter kommunizieren können. Sowohl untereinander als auch schriftlich. Das passt so gar nicht zu meinem bisherigen Eindruck der Menschen hier. Klingt aber schlüssig, denn gerade hier wird natürlich immer mehr virtuell kommuniziert.


Unser nächster Stop führte uns ins Computer History Museum. Hier sind Exponate aus 2000 Jahre Geschichte der Informatik zu sehen. Vom Rechenschieber bis zum selbstfahrenden Auto von Google / Waymo ist also alles dabei. Das Motto des Museums lautet „Make Software. Change the world.“ Was sonst.


Wir atmeten ein wenig Kampusspirit auf dem Googleplex. Wir machten weitere Abstecher zur Nasa, zum Apple Visitor Center und zum Haus von Steve Jobs. In San José konnten wir sehen, dass Amazon in den Staaten jetzt auch normale Büchergeschäfte betreibt. Faszinierend zu sehen, wie ein totgesagtes Konzept mit Hilfe von Daten wiederbelebt werden kann. So findet man hier bspw. ein Regal das dem Prinzip „Leute die folgendes Buch mochten, mochten auch…“ folgt. Die Artikel im Store haben keinen ausgezeichneten Preis mehr. Um zu erfahren was etwas kostet scsnt man mit der Amazon-App einen Barcode. Zukünftig werden wir uns wohl an den Gedanken gewöhnen müssen, dass wir auch in realen Geschäften nicht mehr alle den gleichen Preis bezahlen werden.
Nebenan im Tesla-Store konnten wir alle drei Modelle des Elektropioniers probesitzen. Nicht nur das Modell S, sondern auch Modell 3 ist auf den Straßen allgegenwärtig. Eine schöne Einstimmung auf unseren nächsten Programmpunkt.

Den Höhepunkt unseres vierten Tags im Silicon Valley sollte nun folgen. Wir hatten Karten für ein Meet-Up mit Marc Tarpenning (Co-Founder von Tesla). Marc berichtete von den Anfangstagen von Tesla, seine Sicht auf die automobile Zukunft, von Elon und das „next big thing“. Letzteres ist seiner Meinung nach „Food“. Künstliches Essen aus der Petrischale. Abgefahren, aber alles andere als ein Hirngespinst. Impossible Foods liefert heute schon den unmöglichen Burger, der aussieht, riecht und schmeckt wie konventionelles Rinderhackfleisch, aber vollständig aus Pflanzen gemacht wird. Wir haben diesen Burger heute in San José getestet und ich kann euch sagen, dass das Teil wirklich unfassbar gut schmeckt. Ich lege mich fest, dass im Blindtest kaum noch jemandem auffallen dürfte, dass er gerade kein Fleisch ist.

Nach Marcs Talk hatten wir Gelegenheit einige andere Teilnehmer kennen zu lernen. Es war wirklich spannend so hautnah zu erleben wie Netzwerken hier funktioniert. Anders als in Deutschland sind die Menschen hier wirklich massiv daran interessiert mit unbekannten ins Gespräch zu kommen. Grüppchenbildung kennt man hier, zumindest an diesem Abend und an diesem Ort gar nicht. Man bekommt auch hier wieder den Eindruck, dass wirklich jeder neben seinem normalen Job noch an einer unglaublichen Idee arbeitet – und jederzeit damit rechnet die Welt zu verändern.

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