Generische DataSource

Eine sehr flexible Möglichkeit, Bewegungs-Daten aus R/3-Systemen ins SAP BW zu portieren oder auch Massendaten aus Textdateien zu verarbeiten und ins BW zu laden, sind generische DataSources. Angelehnt an das How-To Functional Module Based Generic Datasource Part I, sind mehrere Schritte zu verfolgen bis die generische DataSource verwendet werden kann. Dieser Artikel bezieht sich auf die einfache Daten-Extraktion im Gegensatz zur Delta-Extraktion, bei welcher nur ‚neue‘ bzw. ‚veränderte‘ Daten übertragen werden.

  1.  In einem ersten Schritt muss man die Extraktstruktur definieren. Dies ist eine normale DataDictionary Struktur, welche z. B. mit der Transaktion SE11 angelegt werden kann. Diese Struktur muss alle Felder beinhalten, die dann später beim Ausführen des die DataSource beinhaltenden InfoPackages in der/den automatisch erstellten PSA-Tabelle/n zur Verfügung stehen.
  2.  Im zweiten Schritt kann dem How-To folgend der SAP-Funktionsbaustein RSAX_BIW_GET_DATA_SIMPLE kopiert und angepasst werden. Hierbei ist zu beachten, dass der Baustein im Ladevorgang mehrfach mit unterschiedlicher Parametrisierung aufgerufen wird. Hierbei ist wichtig zu beachten, dass der Baustein mindestens drei Mal aufgerufen werden muss, bis die Ausnahme NO_MORE_DATA geworfen werden kann und die Daten auch in der/den PSA/s landen.
  3. Im dritten Schritt kann die DataSource angelegt werden. Dazu startet man die Transaktion RSO2, vergibt einen techn. Namen und klickt auf ‚Anlegen‘. Dann vergibt man eine Anwendungskomponente, wählt ‚Extraktion über FB‘ und gibt die definierte Extraktstruktur. Sowie den Funktionsbaustein an. Nun muss man speichern und alle in der PSA gewünschten Felder selektieren. Nach erneutem Speichern ist die DataSource angelegt und kann mit der Transaktion RSA3 dem ‚Extraktor Checker‘ getestet werden.

Zum Schluss müssen die Metadaten der DataSource im BW repliziert werden und die DataSource kann auf die übliche Art und Weise verwendet werden.

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