SAP Analytics Cloud-Demo mit Geodaten (licensed SAC account)

Im letzten Blog-Artikel habe ich eine Demo vorgestellt, die mit Hilfe eines Trial-Accounts für SAC einfach nachvollzogen werden konnte. Nach der Veröffentlichung des Artikels, wurde ich von den Lesern dieses Blogs darauf hingewiesen, dass dieses Szenario mit einem professional account (lizenzierte Bezahlversion) nicht möglich ist.

In diesem Blog-Artikel möchte ich einen Weg vorstellen, das gleiche Szenario (wie im letzten Blog-Artikel) mit dem lizenzerten Zugang herzustellen.

In der Bezahlversion ist die Anreicherung mit geographischen Daten eines Datensets auf 200000 Zeilen beschränkt:

Da ich das fast nicht glauben konnte, habe ich mich beim SAP-Support gemeldet. Ich habe daraufhin die Information erhalten, dass die Ortsanreicherungs-Restriktion wohl in der Trial-Edition vergessen worden ist. Folgende Restriktionen gelten für SAC (laut SAP-Support):

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Im Datenmodell haben wir ca. 400 000 Zeilen. D.h. ein sehr einfacher Workaround ist das Datenset in zwei Datenscheiben aufzuteilen. Innerhalb des Geo-Diagramms ist es möglich mehrere Layer (Schichten), die jeweils auf unterschiedliche Datenscheiben referenzieren zu konfigurieren.

Primär müssen somit zwei Datenscheiben aus einer erstellt werden. Dafür können Sie Excel verwenden. Es bietet sich an, anhand der Regionen zu filtern. Die erste Excel-Tabelle können Sie mit einem Filter auf „Afrika“ erstellen (ca. 200 000 Zeilen):

  • Daten > Filter auswählen
  • In der Spalte „Region“ entsprechende Selektion (Africa/ den Rest der Welt) vornehmen
  • Alles markieren (strg + a), kopieren und in neue Tabelle einfügen
  • Speichern
  • Vorgang für die zweite Tabelle wiederholen

Jetzt müssen die Tabellen nur noch als Flatfile wieder importiert bzw. angereichert werden. Da dies analog zum vorherigen Blog-Eintrag durchgeführt wird, werde ich das hier nicht noch einmal beschreiben.

Letztendlich ist nur die Anreicherung mit Geodaten in der aktuellen Version ein bisschen anders. Die Anreicherung erfolgt nicht mehr bei der Dimensionskonfiguration, sondern über einen extra Button, siehe folgenden Screenshot:

Daraufhin erscheint das Popup:

Hier können Sie die Beschreibung- und die ID-Dimension konfigurieren. Wie sie im Bild sehen, hat SAC meine Latitude- und Longitude-Spalte schon erkannt (es ist vorausgewählt).

Nachdem Sie nun beide Datenmodelle innerhalb von SAC als Model integriert und angereichert haben, erstellen Sie eine Story. Innerhalb der Story erstellen Sie eine Geomap über das Klicken auf folgenden Button:

In der Geomap müssen nun zwei Layer hinterlegt werden, die jeweils mit den zwei Datenscheiben verknüpft sind. Die Konfiguration der Layer ist sehr einfach und wird daher nicht nochmals beschreiben (siehe ggfs. letzten Blog-Eintrag).

So sieht das Endergebnis aus:

Eine Verlinkung der Diagramme (wie im letzten Blog-Artikel gezeigt), kann natürlich nicht so einfach erfolgen. Da jetzt zwei Datenquellen gefiltert werden müssen, können Sie auch zwei Balkendiagramme erstellen, die solch ein Verhalten gewährleisten. In folgendem Sceenshot ist das dargestellt:

Bei der Selektion eines Diagramms wird automatisch ein Filter auf z.B. Africa gesetzt. Um das zu verhindern bzw. um alle betroffenen Länder auszuwählen, können Sie sogenannte „Linked Models“ innerhalb des Ausgangsdiagramms konfigurieren. D.h. beim Anklicken des Diagramms werden automatisch verlinkte Diagramme ausgewählt:

Danach einfach den folgenden Haken anklicken:

Und schon haben Sie die beiden Modelle miteinander verknüpft.

Falls Sie einen anderen Workaround finden, können Sie ihn mir gerne zukommen lassen. Im nächsten Blog-Artikel werde ich verschiedene Systemanbindungen testen und die Ergebnisse hier im Blog beschreiben.

Falls Sie Fragen, Anregungen oder den Bedarf nach einer SAC-Integration in ihrem Unternehmen haben, können Sie mich gerne jederzeit kontaktieren. Ich bin gespannt auf ihre „Story“.

Peter Stürzel

peter.stuerzel@five1.de

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