Dashboards – Informationen auf den Punkt gebracht

Dashboards sind in aller Munde. Hört man sich in den Führungsebenen großer Mittelständler oder Konzernen um, so scheint es als wären Dashboards ein Allheilmittel. „Wir brauchen ein Dashboard für dies, wir brauchen ein Dashboard für das.“ Im Optimalfall schön bunt, mit vielen Charts. Alle sollen es nutzen können und jeder soll es auf den ersten Blick verstehen.

Meist führt dies zu hoch komplexen, unverständlichen und überfrachteten Berichten mit schlechter Performance. Fakt ist: Unter Berücksichtigung einiger Grundregeln kann ein Dashboard das optimale Steuerungsinstrument für bestimmte Führungskreise sein. Hält man sich an diese so schafft man einen Wissensvorsprung für Entscheidungsträger.

Beginnen wir also mit der Frage: Was ist ein Dashboard?

Ein Dashboard ist als Visualisierungsform im Reporting zu verstehen, die

  • die dafür definierten Kennzahlen
  • mit ihren zum Betrachtungszeitpunkt aktuellen Werten
  • in für den jeweiligen Betrachter aggregierter Form
  • auf einem Bildschirm zeigt.

Um dies zu erreichen bedarf es unterschiedlich wichtiger Faktoren, die man beim Konzipieren und Implementieren unbedingt beachten sollte.

 

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Die ausschlaggebenden Fragen hierfür sind:

Für wen ist das Dashboard?

Wer sind die Endnutzer des Dashboards und wie weit reichen Ihre Erfahrungen? Welche Enstcheidungen müssen Sie treffen und welche Fragestellungen müssen dazu beantwortet werden? Wie routiniert gehen die Anwender mit den Daten um? Die Detailgenauigkeit und analytische Aussagekraft sollte der des Publikums entsprechen.

Welche Werte sollen angezeigt werden?

Gute Dashboards konzentrieren sich auf die wichtigsten Informationen und kommunizieren diese klar und präzise. Ein Dashboard bringt dann den größten Nutzen, wenn es in der Lage ist Kennzahlen zusammen zu bringen, um daraus schnell Daten getriebene Entscheidungen zu generieren, die dann wiederum diese Kennzahlen positiv beeinflussen.

Welchen Umfang soll das Dashboard haben?

Wird es allgemein genutzt und zeigt Informationen über das ganze Unternehmen, oder fokussiert für beispielsweise eine Funktion, einen Prozess oder ein Produkt?

Welcher Zeithorizont soll dargestellt werden?

Sollen Werte historisch betrachtet werden um Trends zu verfolgen, oder soll ein Schnappschuss zu einem bestimmten Zeitpunkt dargestellt werden? Ist eine Real-Time Abfrage technisch möglich, und gewünscht? Oder soll basierend auf Erfahrungswerten eine Vorschau auf zukünftige Performance dargestellt werden?

Wie hoch soll der Detailgrad sein?

Sollen lediglich kritische Werte im High- Level Bereich gezeigt werden, oder soll ein vordefinierter Drill- Down vorhanden sein, der spezifische Daten mit höherem Detailgrad anzeigt?
Was sind die Erfolgsfaktoren die man bei der technischen Implementierung beachten muss?

Wir sind davon überzeugt das ein Dashboard nur performant sein kann, wenn man den Großteil der Logik ins Backend legt. Weiter sollte die Komplexität innerhalb des Dashboards so gering wie möglich gehalten werden.

Nicht jeder Mensch nimmt Farben gleich wahr, das bringt uns zum Entschluss das Formen und Zahlen eine höhere Aussagekraft haben als Farben.

Verspielte Elemente lenken vom Kern der Information ab. Hier gilt „Keep it simple“.

Die Nutzeroberfläche muss innovativ und einfach zu bedienen sein.

Detaillierte Analysen haben in einem Dashboard nichts zu suchen, und sollten mit Absprüngen in andere Berichte und Tools erfolgen.

Wie sollte die Metrik unseres Dashboards an Hand der Daten bestimmt werden?

Eine klare und einfache Definition der verwendeten Kennzahlen ist unerlässlich und die Basis für die erfolgreiche Arbeit mit einem Dashboard. Dazu müssen wir uns im Klaren darüber sein in wieweit die Anwender mit der Zusammensetzung der Kennzahlen vertraut sind, und ob Sie verstehen woher die Daten kommen. Weiter muss sichergestellt werden, dass man aus der Veränderung entsprechender Werte heraus Handlungen veranlassen kann die dieser Rechnung tragen.

Dies wird unterstützt durch eine klare und einfache Darstellung und Sprache im Dashboard.

Nicht alle Daten in einem Dashboard sind gleich wichtig, um so entscheidender ist daher die Positionierung der hochrelevanten Daten.

 

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Der Bereich der bei den meisten Anwendern zuerst wahrgenommen wird liegt oben links. Von dort wandert der Fokus im Allgemeinen entlang der linken Seite nach unten.
Während die Mitte noch ein gutes Stück Aufmerksamkeit bekommt, verbleibt der Bereich unten rechts meist ohne große Aufmerksamkeit.

Entscheidend ist also die richtige Position der richtigen Information.

Das Wissen über all diese Faktoren prägt unsere Arbeitsweise und definiert unser Vorgehen in Dashboard Projekten.

FIVE1:  10 Schritte zum erfolgreichen Dashboard:

  1. Welches Ziel verfolgt das Dashboard
  2. Definition der Zielgruppe
  3. Bestimmung der Kennzahlen
  4. Definition des Detaillierungslevels jeder Kennzahl
  5. Bestimmung der Funktionalitäten
  6. Definition der Rahmenbedingungen
  7. Erstellung eines Mock-Ups
  8. Identifizierung der Kennzahlen und derer Datenquelle
  9. Definieren der Architektur im Front- und Back-End
  10. Implementierung

Wenn Sie sich entscheiden ein Dashboard  als Reportingtool zu nutzen, so ist es unabdingbar dass Sie sich bereits zu Beginn eine Strategie zurechtlegen. Gerne auch unsere, und dass dann am Besten gemeinsam mit uns.

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